Die Osteopathie

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist ein ganzheitliches naturheilkundliches medizinisches Konzept. Sie ist eine manuelle Behandlungsform - die sanfte Medizin mit den Händen.

Funktionsstörungen, die mit Bewegungseinschränkungen einhergehen und in den verschiedenen Geweben des Körpers Gesundheit und Vitalität beinträchtigen, werden tastend diagnostiziert und behandelt. Grundlage der Behandlung ist ein ganzheitliches Körperverständnis, verbunden mit genauen Kenntnissen der Anatomie, Physiologie und Embryologie, sowie eine geschulte Hand.

Respekt: „In der Osteopathie wird niemals mit roher Gewalt behandelt. Die Gewebe lassen sich nur behandeln, wenn der Osteopath sie respektiert. Mit dem richtigen Schlüssel kann man jede Tür öffnen.“
Zitat: Jean-Pierre Barral & Alain Croibier

Die Osteopathie gliedert sich in drei Teilgebiete auf:
  • Strukturelle Osteopathie: die Behandlung ausgehend vom Bewegungsapparat (Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder, Fascien)
  • Viszerale Osteopathie: die Behandlung ausgehend von Organen und Organsystemen (Magen, Darm, Nieren, usw.), Lymphsystem und Blutgefäße
  • Cranio-Sacrale Osteopathie: die Behandlung ausgehend vom Wissen um die Bedeutung der Verbindung von Schädel zum Kreuzbein verbunden durch den Rückenmarkskanal

Nur wenn diese 3 Systeme im Gleichgewicht und ohne Einschränkung der Beweglichkeit zusammen funktionieren, ist Gesundheit möglich. Es können Unfälle und Entzündungen, falsche Bewegungsmuster und Haltungsgewohnheiten diese Harmonie beeinträchtigen. So können z.B. eine gestörte Nierenfunktion oder eine Verklebung vom Dünndarm an der hinteren Bauchwand Rückenschmerzen verursachen, eine Komprimierung vom zentralen Nervensystem lässt Hände und Füße einschlafen und eine blockierte Brustwirbelsäule kann für Herzbeschwerden verantwortlich sein.

Zu jeder Zeit ist und sind in unserem Körper alle Teile in Bewegung! Unser Körper stimmt alle lebensnotwendigen Funktionen in ständiger Wechselwirkung aufeinander ab. Zu diesen Funktionen zählen: der pulsierende Blutstrom, die rhythmische Atembewegung, die unwillkürliche Arbeit aller Verdauungsorgane und nicht zuletzt die Bewegung der Muskulatur, der Gelenke und die Elastizität des Gewebes. Wird die Bewegungsmöglichkeit einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beeinflusst das deren Funktion und umgekehrt. Nicht immer signalisiert uns der Körper eine Funktionsstörung durch Schmerzen oder andere Beschwerden. Der Organismus ist sehr anpassungsfähig und kann manche Störung und die damit einhergehenden veränderten Druck- und Spannungsverhältnisse ausgleichen, indem sich die umliegenden Gewebestrukturen anpassen. „Alles ist wie ein Spinnnetz miteinander verbunden.“ Im Laufe von Monaten oder Jahren können sich ganze Spannungsketten im Körper bilden, die sich z.B. in Form einer veränderten Körperhaltung zeigen. So kann sich ein Störungsfeld verlagern und wirkt sich in andere Bereiche des Körpers aus. Ist die Ausgleichsfähigkeit des Körpers erschöpft, genügt schon ein geringer physischer oder psychischer Impuls, um möglicherweise starke Reaktionen hervorzurufen. Diese können jetzt auch an entfernten Körperstellen auftreten. z.B. kann ein umgeknickter Fuß für Kopfschmerzen verantwortlich sein.

Die Bedeutung der Osteopathie liegt hier im Auffinden und Behandeln der Ursache der Beschwerden.